Geschichte

Die Anfänge des Genossenschaftswesens und die Gründung der Imkergenossenschaft

 

historia-imgDie Gründung der Imkergenossenschaft fiel mit der schwierigsten Wirtschaftssituation des Landes seit der Erlangung seiner Unabhängigkeit im Jahre 1918 zusammen.

 

Die schwierige sozioökonomische Situation spiegelte sich auch im Bereich der Imkerei wider und prägte stark die Idee und die Praxis des Genossenschaftswesens. Seine Anfänge gehen auf das verarmte Milieu der britischen Weber im 19. Jahrhundert zurück, die 1842 in Rotchdale in England die erste Konsumentengenossenschaft gründeten. Der Armut stellte daher einen verzweifelten Impuls dar, um durch gemeinschaftliches organisiertes Handeln aus der Not herauszukommen, und zwar in einer Form, die seither als „genossenschaftlich“ bezeichnet wurde.

 

Die dynamische Entwicklung des Genossenschaftswesens prägte die Volkswirtschaften zahlreicher europäischer Staaten.

 

Nach 1920 sind verschiedene Imkerverbände entstanden, die an organisatorische Vorbilder aus dem 19. Jahrhundert anknüpften und nach Wirtschaftsinitiativen griffen, um den Honigabsatz zu erleichtern. Die ersten Bemühungen der Imker um die Gründung einer Genossenschaft gehen auf das Jahr 1925 zurück, wobei sie sich zunächst auf die Sensibilisierung der Funktionäre des Wojewodschaftsverbands der Landwirtschaftlichen Kreise und der Landwirtschaftskammer in Lublin für diese Aufgabe beschränkt haben. Die Aktivierung der Imker verlief erfolgreich und am 18. Mai 1932 erfolgte das Gründungstreffen der Genossenschaft unter Anwesenheit von 15 Gründungsmitgliedern, unter dem Namen „Imkerverband“. Bei dieser Versammlung wurde die Satzung verabschiedet, in der im Art. 3 der Geschäftszweck der Genossenschaft bestimmt wurde: „ Ziel der Genossenschaft ist die Erhöhung des Wohlstands sowie des Zustands der Bienenstände ihrer Mitglieder wie auch das Zusammenwirken bei deren kultureller Entwicklung“. Eine wesentliche Rolle bei der Aufgabenstellung der Genossenschaft spielte von Anfang an der Kultur- und Bildungsaspekt: „Die Genossenschaft nimmt in moralischer und materieller Hinsicht einen regen Anteil an der Arbeit im Kultur- und Bildungsbereich“.

  • Im Jahre 1942 hat der Vorstand der Genossenschaft den Namen des Imkerverbands gegen: „Apis – Spółdzielnia Handlowo-Przetwórcza z o. u.” (Apis – Handels- und Verarbeitungsgenossenschaft). Es war die Zeit einer dynamischen Entwicklung mit dem Schwerpunkt auf international ausgerichtete Produktion von Honigweinen, was erste wichtige Preise bei internationalen Ausstellungen und Kongressen einbrachte. Die Erfolgsgeschichte wurde durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges und die einhergehenden Personalengpässe auf Führungspositionen unterbrochen....

  • Aufgrund erfolgter Investitionen wurde das seinerzeit in der ul. Staszica 5 befindliche Betrieb trotz anfänglicher Krise infolge des Kriegsausbruchs zum größten Verarbeitungsbetrieb dieser Art in Mittel- und Osteuropa....

  • Trotz der Verluste, die auf den Durchzug der Kriegsfront durch die Region um Lublin im Jahre 1944 zurückzuführen waren, konnte die Genossenschaft an ihre alte Erfolge wieder anknüpfen. 1946 wurde die ursprüngliche Bezeichnung, und zwar „Imkerverband“ wieder aufgenommen und vier Jahre später wurden der Genossenschaft regionale Obst- und Gemüsegenossenschaften angegliedert. Im Zeitraum 1950-1957 wurden alle genossenschaftlichen Aktivitäten, u. a. im Gartenbau- und Imkerbereich, aufgrund der Entscheidung über die Verstaatlichung ausgesetzt, was gleichbedeutend mit der Einstellung der Tätigkeit vom „Imkerverband“ war....

  • Im Mai 1957 nimmt die Genossenschaft in Lublin ihre Tätigkeit unter dem Namen Okręgowa Spółdzielnia Pszczelarska w Lublinie (Imkerbezirksgenossenschaft in Lublin) als eine von drei Einrichtungen landesweit wieder auf und ist für die Wojewodschaften: Białostockie, Lubelskie, olsztyńskie, warszawskie zuständig. Sie ist jedoch nicht vollständig eigenständig - sie wird von der Gartengenossenschaftszentrale beaufsichtigt. Im Jahre 1963 wurde der Bau des Verarbeitungsbetriebs in der ul. Diamentowa aufgenommen. Das wichtigste Exportprodukt war in dieser Zeit der Bienenhonig....

  • 1967 ist ein neues Objekt mit einer ca. 1400 Quadratmeter großen Fläche eröffnet und zur Nutzung übergeben. 1973 fand in der benachbarten Ortschaft Pszczela Wola die erste Auflage der Honiglese statt, deren Mitveranstalter die Lubliner Imkerbezirksgenossenschaft war. Im Jahre 1974 beginnt die Produktion von Miodovit (einer Verbindung vom Honig und Fruchtsirup). Der Export von Honigweinen entwickelt sich dynamisch....

  • 1975 erhöhte sich aufgrund der Abschaffung von Landkreisen der geographische Wirkungsbereich der Lubliner Genossenschaft von 4 auf 14 Wojewodschaften (die Grenzen des neuen Bereichs deckten sich nicht mit dem bisherigen Bereich). Der beste Absatz wurde im Falle der Honige in Gläsern verzeichnet. Ende der 80-er und Anfang der 90-er Jahre wurde die jährliche Produktion der Honigweine von 400 tausend auf 700 Tausend Liter erweitert. Noch im Jahre 1978 wurden der neue Met Kurpiowski sowie das Honig-Alkohol-Getränk Kordiał produziert. In den 70-er und den 80-ger Jahren war die Genossenschaft der Eigentümer von 10 Objekten im Gebiet von Lublin, Warschau, Białystokund Krasnystaw....

  • Infolge der Liquidation der Garten- und Imkergenossenschaftszentrale sowie des Systemwandels musste die Imkergenossenschaft in Lublin ihre Strukturen organisieren. Im Jahre 1991 wurde der ehemalige Name wiedereingeführt: Spółdzielnia Pszczelarska (Imkergenossenschaft) „APIS”. Im Rahmen der eingeführten Veränderungen wurde auch die Möglichkeit der Mitgliedschaft für natürliche Personen eingeführt und die Satzung sah nun den Ankauf von Honig aus dem gesamten Landesgebiet (anstatt - wie bisher - aus Nordostpolen) vor. 1990 wurde die Produktion von kleinen Honigportionen, den sog. „Frühstückspackungen“ eingeführt. Die Produktion und der Export von Honigweinen steigt systematisch an. Eine ähnliche Tendenz betrifft die Produktqualität, was die zahlreichen Preise und Auszeichnungen im In- und Ausland widerspiegeln....

  • Um die Jahrhundertwende begann die Imkergenossenschaft „APIS“ mit einer umfassenden Betriebsmodernisierung und tätigte eine Reihe von Investitionen in moderne Technologien. Im Jahre 2001 wurde das Kohleheizwerk gegen ein Gasheizwerk ausgetauscht. Im Jahre 2004 wurde die Polens modernste Abfüllstraße für Honigweine in Betrieb genommen, was die Produktivität zusätzlich erhöht hat. Im selben Jahr wurde der 2 Jahre dauernde Implementierungsprozess des ISO- und HACCP-Systems erfolgreich abgeschlossen. Nach dem Zertifizierungsaudit erlangte die Imkergenossenschaft "APIS“ (zu dieser Zeit erfolgte auch die Änderung des Nameneintrags) Zertifikate im Bereich der Entwicklung, der Produktion und des Verkaufs von Honigweinen sowie im Bereich des Ankaufs, der Standardisierung und des Verkaufs von Naturhonigen unter Einhaltung der Anforderungen von Hazard Analysis and Critical Control Point...

  • Die Jahre 2005-2015 war der Zeitraum einer intensiven Entwicklung der Imkergenossenschaft APIS in Lublin und ihrer Stärkung der führenden Stellung auf dem Markt der Honigweine. Die Firma brachte in dieser Zeit zahlreiche neue Produktmarken u. a. die Reihe „Honige aus europäischen Imkereien“, den Met Trójniak Grzaniec Polski, den Met Dwójniak Staropolski, den Met Dwójniak Klasztorny und den Met Dwójniak Kazimierski auf den Markt....

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